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Sisi Museum
Sonntag, 24. Dezember 1837, was für ein Weihnachtsabend!
Elisabeth, die spätere Kaiserin Österreichs, wird dem Herzogpaar Max und Ludovika von Bayern geboren. Und da war noch was Besonderes in dieser Weihnachtsnacht: Sisi hatte bereits bei der Geburt ein Zähnchen, einen so genannten "dens connatus", wie schon früher der französische Sonnenkönig Ludwig XIV.

Der Umstand, dass das Kind am Weihnachtsabend, einem Sonntag und schon mit einem Zahn geboren wurde, veranlasste die Mutter zu der Annahme, dass die Geburt dieser Tochter unter einem ganz besonderen Glücksstern stand.

Das kleine Töchterlein, das am Heiligen Abend geboren worden war, taufte man zwei Tage später auf die Namen Elisabeth, Amalia, Eugenia. Als Taufpatin fungierte Auguste Amalie Herzogin von Leuchtenberg. Das Kindlein trug eine Taufgarnitur aus heller Seide, bestehend aus einem Taufkleidchen und einer Spitzenhaube. Zum Kleid gehörte auch ein blütenbestickter Überwurf mit altrosafarbener Schleifenbordure.

Jetzt aktuell im Sisi Museum:

Kaiserin Sisi TaufkleidDieses entzückende Taufensemble aus heller Seide, bestehend aus einem Taufkleidchen und einer Spitzenhaube, hat sich nicht nur erhalten, sondern ist seit dem 20. Dezember 2007 im Sisi Museum zu besichtigen.

Da auch ein Milchzähnchen der Kaiserin Kaiserin Sisi Milchzahninklusive Etui bewahrt werden konnte, werden Besucher des Museums die Möglichkeit haben, auch diese beiden einzigartigen Exponate zu sehen. Der Milchzahnbehälter ist aus vergoldetem Messing mit gekröntem Allianzwappen der Herzogin Ludovika in Bayern.

So schön das Geburtsdatum der Kaiserin auch klingen und so romantisch das Taufkleidchen auch aussehen mag, darf man bei alle dem nicht vergessen, dass man Sonntagskindern zwar Reichtum und Glück vorraussagte, leider aber auch ein nur kurzes Leben.